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Kathrins Notizen

hier kommen in loser Folge meine Erlebnisse bei den verschiedenen Radtouren rein sowie andere, schöne Bilder. Die veröffentlichen Bilder stammen alle von mir. Sind entweder aktuelle Bilder oder Bilder aus meinem Archiv.

Es kann mit den Aktualisierungen mal ein paar Tage dauern, bis ein neuer Eintrag da ist, am besten ihr nutzt die automatische Benachrichtigung. Ich würde mich freuen, wenn du regelmäßig vorbei schauen würdest.

Rund um Deutschland
Landgraaf - Wassenberg
Wassenberg - Norden (Ostfriesland)
Norden (Ostfriesland) - Rostock
Rostock - Dresden
Pirna - Schöneck
Schöneck - Regensburg
Regensburg - Traunstein
Traunstein - Lindau
Lindau - Basel
Basel - Zweibrücken
Elsdorf - Blieskastel

sonstige Touren 2009:
Gerolsteintour


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Der Weg zum Gästebuch ist nicht weit!

Gruß,

Kathrin


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Eine kleine Bilderauswahl, Auswahl erfolgt nach dem Zufallsprinzip:


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Verfasst am 22.10.2009 22:11:48 Uhr

Rund um Deutschland, Teil 5

16.10.2009
Elsdorf

Eigentlich sollte es heute los gehen. Was sagt das Wetter? Strömender Regen, ~8°C, sehr starker Wind, der im Laufe des Tages zum Sturm werden sollte. Soll ich dann fahren? Ich zeigte mal Ansätze von Vernunft und blieb zu Hause, ein wenig auf der Couch+Kuscheldecke rum gammeln, lesen. Die Wettervorhersage studieren. Ob das richtig war, zu beschließen, die letzten 4 Etappen entgegen der Tour zu fahren? Ich werde es sehen. Immerhin kann ich den Kram schon einmal komplett zusammen packen.



5,6kg.Irgendwie sind das 2,5kg weniger als bei der letzten kalten Rucksacktour. Was ich wohl vergessen haben werde? Notfalls muss ich halt alles anziehen.


17.10.2009
Elsdorf – Monschau
101km, 6:02h 750HM↑

Nachdem der gestrige Tag ins Wasser fiel, sah das Wetter heute morgen schon deutlich besser aus. Der Wind war zwar noch da und recht kräftig, von der Windrichtung war es mir her sehr recht. Schräg von hinten.

Mein Vater meinte es gut mit mir und brachte mir einen „kleinen Snack für unterwegs“ mit. Ich höre immer noch sein fettes Grinsen bei dem Satz. Wie bringe ich bloß einen 30cm Weckmann unter? Erst mal halbieren und dann außen auf den Rucksack. Fertig! Der hat eh eine geringe Halbwertszeit.



Es ging auf dem direkten Weg an die Rur. Ich wollte den Rurradweg bis kurz vor die Quelle abfahren. Ich kenne den Rurradweg auf vielen Stellen, mir ist dort erst wieder bewusst geworden, was für eine Perle man vor der Haustür hat. Insgesamt waren die ersten beiden Tage Perlen der ganzen Deutschlandumrundung.

Ich lasse nun einfach mal einige Bilder vom Rurradweg sprechen.

Alte Wehranlage und Seitenarm bei Düren.




Burgen gucken!


Einsame Wege, ziemlich dreckig.


Rursee


Leider zog sich das Wetter ein wenig zu. Die Wolken versprachen nichts Gutes. Ok, Regen ist ja schon doof, aber Hagel noch doofer! Die letzten 2h wurden dann ein wenig härter. Immer wieder Regen.




Nasser Untergrund, dh viel, viel Dreck auf dem Radweg. Ich wollt, ich hätte mein MTB unter dem Hintern mit den ganz dicken Reifen!


Der Herbst in seiner kompletten Pracht!



Monschau war erreicht. Aus dem tiefen Wald in den Touritrubel. Was für ein Kontrast. Ganz viele Hotels, da werde ich sicherlich ganz einfach was finden. Dachte ich. Im dritten Versuch bekam ich dann eine Bleibe. Das Zimmer war eisig kalt. Der Tacho zeigte 13°C an. Brr! Heizung voll auf und dann wird das bestimmt ganz schnell warm. Dachte ich. Am nächsten Morgen waren es dann kuschlige 15°C.

Am späten Nachmittag gab es dann einen kleinen Spaziergang durch Monschau.





18.10.2009
Monschau – Untereisenbach/Our (L)
110km, 7:05h 1150HM↑

Ich schaue aus dem Fenster und sehe Nebel und gefrorene Autoscheiben. Na toll... Also eine Schicht gegen eine wärmere Schicht tauschen.

Heute hieß es nicht malen nach Zahlen, sondern radeln nach Zahlen. In der Grenzregion nach B und NL gibt es das Knotenpunktsystem. Das heißt, jede für den Radfahrer wichtige Kreuzung hat eine Nummer. Man muss sich also nur die Nummern notieren und danach radeln. Für mich hieß das Anfangs: 33, 32, 30, 39, Richtung 41 und abbiegen. Anfang hinderte mich der Nebel an der Sicht, später die beschlagene Brille. Ich sah nicht wirklich etwas.






Hinter Kalterherberge meinte ich dann, diese gerade Straße nach Elsenborn fahren zu müssen. Erst mal aus dem Nebel raus.


Danach kann ich nur sagen: Liebe Kinder, nicht nachmachen! Es war Sonntags morgens und Nebel und ich hörte kein Militär... Der Weg war verlockend, ich würde viele Kilometer und Steigungen sparen.

Das hohe Venn in der tollsten Pracht. Ja, da sind so kleine Schildchen mit einem Totenkopf da drauf. Ich weiß. Da waren auch noch „größere“ Holztafeln mit Richtngspfeilen.


Eine einsame Krähe auf dem Baum. Unheimlich! Mir war es auf den ganzen Kilometern nicht ganz wohl in meiner Haut.


Warum es mir nicht ganz so wohl war? Deswegen:


*hüstel* Nein, ich bin nicht durch den Truppenübungsplatz gefahren, nein, niiiiieee... Wo käme ich denn da hin???

In Elsenborn zog ich mir auf den Schrecken erst mal eine Cola aus dem Automaten. Jipie! Straße! Endlich bin ich wieder in meinem Element.

Aussicht genießen:


Ich merke jetzt schon deutlich, das ich im September das Training ein wenig geschludert habe und dass der gestrige Tag vom Untergrund her sehr anstrengend war. Die Steigungen haben ihren Tribut gezollt.


Ich werde aus dem Auto zweimal von Belgiern blöde angequatscht. Ein wenig mulmig wurde mir da schon. Schnell ablenken und auf den ordentlichen Tritt achten. Ist die Zugphase ordentlich? Wie geht der Fuß über den toten Punkt? Den Gang in der Steigung schön drin lassen, so dass die Beine brennen und die Lunge pfeift.

Der Weg wurde endlich einfacher und ich wähnte mich schon einfach am Tagesziel.


Ein wenig chilln.


Puh! Das Rad war gestern morgen noch sauber gewesen.


Ich habe dann doch noch mal Kartenstudium betrieben und durfte feststellen, das ich 2km zu weit gefahren bin. Aber auf einem dann leicht abschüssigen Bahntrassenradweg ist das ja schnell wieder zurück geradelt. Ich sah ein schönes Hotel und dachte so bei mir: och ja, eigentlich... Aber um 14h schon aufhören? Nöö, fährst du noch eine Stunde.

Und was ging es wieder? Richtig! Berghoch!


Und bei der Kälte kann man die Abfahrten ja gar nicht richtig genießen, weil es so kalt wird.

Und dann ging das Dilemma des Tages los. Laut Generalkarte gibt es an der Our den Fernwanderweg E2. Und da war doch auch eine graue Straße eingezeichnet???? Klar, das passt ja alles wunderbar. Schnell noch das 15h Gel für den Endspurt und den letzten Schluck Wasser. Wenn der Weg so weiter geht, sind die 17km bis nach Dasburg schnell und einfach gefahren.


Ich kam um die nächste Kurve und meine Gesichtszüge entglitten so schnell, wie ich in die Eisen ging.


Ja gut, nun ist es auch für mich ein Wanderweg. Das war für mich zu schmal zum fahren links ging es so 5-6m in den Abgrund. Genau das richtige für mich mit meiner Höhenangst. Anfangs konnte man ja noch ein wenig schieben, selbst das war dann zwischendurch nicht mehr drin.



So wanderte ich 2 oder 3km weit. Dann kam bei einer Mühle ein geteerter Weg den Berg runter. Nur raus aus diesem Tal, denn der Wanderweg blieb ein Wanderweg und mir geht ein wenig die Zeit laufen. Der Weg war übel steil hoch. Kaum war ich oben, war mir klar, ich muss wieder runter ins Tal. Kurze Fotopause.


Und dann wieder raus aus dem Ourtal. Aua, aua, aua. 4km Schmerz. Durst. Nicht mehr können.


Aber oben in dem Dorf gibt es bestimmt eine Übernachtungsmöglichkeit. Gab es auch. Nur leider geschlossen. Keine Telefonnummer, keiner reagierte auf das Klopfen. Also weiter. In Dasburg, welcher laut Karte was größeres ist, gibt es sicherlich was. Ein Reiterfest? Gut, wenigstens was zu trinken. 2 Cola bitte! Mein Handy klingelt, ich weiß, das sind die Eltern, wollen wissen, wo ich bin. Es ist schließlich 16:30h.

Noch 2h Tageslicht. Runter nach Dasburg. Hotel Nr. 1: keiner da, laut Öffnungszeiten müssten die offen haben. Ist aber nicht. Ein Einheimischer meinte, ich solle es bei Jul probieren. Tja, da hing ein Schild dran: ab 16:30h geöffnet. Nur das es nun 16:50h ist, ist ja wohl nicht so schlimm. Ans Telefon geht auch keiner. Oha, langsam wird es eng. Ich kann einfach nicht mehr und muss weiter.

Runter wieder an die Our. Schild gesehen Auberge xxx. Nein, wir haben keine Zimmer, versuchen Sie es im nächsten Dorf, den Berg um die Kurve und Sie stehen davor. Was da war, könnt ihr euch vorstellen. Keiner da. Keine Reaktion auf klopfen und rufen. Mir wurde klar: ich habe wohl ein Problem. Noch eine knappe Stunde Tageslicht und ich habe keine Frontlampe mit. Was soll ich dann machen?

Weiter. Im nächsten Dorf wieder ein Schild mit einem Bett. Offen! Und auch noch ein Bett frei. Um 17:45h endlich eine Unterkunft gefunden. Die Wirtin fragte mich: wollen Sie was zu trinken? Gerne, eine Cola. Dann gab sie mir mit einem leichtem Grinsen im Gesicht die Visitenkarte mit den Worten: „Damit Sie wissen, wo Sie überhaupt sind!“. Danach wurde mir das Zimmer gezeigt und es gab den Hinweis, dass die Küche um 19h schließt. Ich brauchte 15min für Duschen + umziehen. Das Schniposa verdampfte mehr oder weniger.

Nach dem Essen wurde noch das Tagebuch geschrieben und hoffentlich ist die Etappe morgen flacher. Um 20h schlief ich wie ein Stein 11h durch bis zum nächsten Tag.


19.10.2009
Untereisenbach/Our (L) – Mettlach
106km, 5:43h 280HM↑

Wirklich erholt wache ich nicht auf. Meine Beine sagen eins: AUA!!! Da kann ja was geben.

Mal einen Blick nach draußen werfen:


Ich werde wohl alles an Radsachen anziehen, was ich mit habe. Mich friert es schon bei dem Gedanken daran, da gleich raus zu müssen. Egal, da muss ich nun durch. Das ist bestimmt ganz schnell wärmer. Nur hier, wo das Tal so eng ist...

Das Tal blieb leider so eng. Mich fror es erbärmlich. Was täte ich für dickere Handschuhe und meine Knielinge unter der langen Hose geben. Mir frieren fast die Füße ein. So laufe ich mal freiwillig einen knappen Kilometer, das Hände und Füße wieder auftauen und mir wieder warm wird.

Vianden kam bald näher. Die Lichtverhältnisse waren toll.


Ein belgischer Nepomuk in Vianden (Our).


Und der nächste in Echternach (laut Typenschild ist das einer) auf der Sauer.


Das Wasser in den Trinkflaschen ist so kalt, das ich es nicht trinken kann. Also mal an einer Tanke anhalten. Die Kühlschrank kalte Cola war immer noch wärmer als mein Wasser. Na super!

Hinter Echternach dauerte es noch ein paar Kilometer und dann war mit einem Schlag die Sonne und Wärme da. 3h lang habe ich gefroren wie selten und nun die Wärme. Herrlich.


Die Sauermündung war erreicht. Ein paar Minuten in die warme Sonne setzen. Einen Müsliriegel lutschen. Kauen konnte man das nicht mehr nennen. Laut Karte müsste hier irgendwo eine Fähre sein? Wo die wohl ist. Ich höre einen Schiffsmotor. Die Fähre war mehr oder weniger direkt neben mir. Gut! 1,20€ bezahlt und schon wurde ich alleine über die Mosel gefahren.


Die 7km an der Mosel waren schnell erledigt. So schön leer kann man den Moselradweg auch fahren ;) Die Mosel bei Wasserbillig. Im Hintergrund, bei der Bogenbrücke ist die Sauermündung.


Ruhe an der Saar.


Langsam wird mir auch wieder warm. Eine Kaffee+Kuchenpause wirkt doch manchmal Wunder.


Licht und Schatten


Nun wird es langweilig!!!


In Saarburg beschließe ich, bis nach Mettlach weiter zu fahren. Im besten Hotel vor Ort fahre ich geschmeidig, dreckig wie ich bin, mal vor. Ob noch ein Einzelzimmer frei wäre. Ja. Der Preis? *Schluck* Wir können uns dann auf einen Preis zwischen meiner Vorstellung und seiner Vorstellung einigen. Es ist immer wieder lustig, in so verranzten Sachen in einem 4* Schuppen aufzulaufen. Noch einen Spaziergang nach Mettlach rein machen, ein wenig die Nase an den ganzen Outletschaufenstern platt drücken, mal wieder ein Schniposa essen und dann ging es gemütlich wieder zurück. Bloß nicht zu schnell bewegen :D


20.10.2009
Mettlach – Blieskastel
116km, 6:26h 340HM↑
Ein 90cm schmales Bett bin ich echt nicht mehr gewohnt. Ein paar mal wach geworden, weil ich fast daraus geplumpst wäre. Also war es ein nicht so wirklich erholsamer Schlaf. Beim aufstehen weiß ich nicht, was mir nicht weh tut. Ach, nach ein wenig bewegen wird das besser werden. Rede ich mir ein. Erst mal zum frühstücken. :D Ein Frühstück in so einem Laden hat echt was. Mir wird klar, das es mir heute mal ganz geschmeidig die ersten 2h auf dem Rad schlecht sein wird, wenn ich nur einen Tick aus dem unteren Grundlagenbereich raus kommen sollte. 2Brötchen, Rührei, Joghurt mit Müsli, Obstsalat, reichlich Kaffee und Saft sind schon mal eine gute Grundlage für den Tag.

Beim auschecken bedanke ich mich, das man trotz der Klamotten aufgenommen worden ist. Es war für sie eine Selbstverständlichkeit, denn sie würden auch alle Radfahren und da kann es schon mal vorkommen, das man dreckig wird.

Vorsichtig steige ich auf das Fahrrad. Aua, aua, aua. Mir tut nun wirklich alles weh. Auch noch Gegenwind, muss das sein? Ich genieße die Ruhe in der Saarschleife.


Wenigstens ist es heute nicht so kalt wie die letzten Tage. Die Sonne schien und der Wind wurde immer mehr. Schön von vorne, so das man das Gefühl hatte, nicht voran zu kommen. Es zieht sich wie Kaugummi.


Musik auf das Ohr, etwas Ablenkung. Es geht nur gerade aus. Jetzt wird es mental auch noch hart. Kein gutes Fotolicht. Treten, Schmerzen ignorieren. Was tut am wenigsten weh? Po? Schultern? Arme? Hände? Beine? Füße? Ich weiß es nicht. Faxen auf dem Rad machen. Wann treffe ich am besten meinen Schatten?


Ich nähre mich Völklingen. Ich komme mir vor wie im Ruhrgebiet, da riecht die Luft auch an manchen Orten so. Oder bin ich im tiefsten Osten? Die Industriebauruinen lassen es vermuten.




Ein wenig Abwechslung bietet das Löschen der Ladung von dem Schrottschiff.


Der Gegenwind macht mich mürbe. Das einzige, was mich auf dem Rad hält ist der Gedanke, das ich es heute schaffen könnte. In 45 Etappen und gut 4300km um Deutschland geradelt zu sein. Ich addiere die Kilometer der letzten Tage zu den bisher geleisteten Kilometern. Das hilft wieder über einige Kilometer auf dem Rad.

Saarbrücken ist erreicht. Ich habe keinen Blick mehr für die Stadt.

Mir ist klar, das ich die Seite bald mal wechseln müsste, damit ich dann in Sarreguemines ins Bliestal komme. Ich nutze irgendeine Brücke und wechsel die Saarseite und verliere prompt den Saarradweg. Was nun? Karte raus und gucken, wie ich am besten in die Richtung Zweibrücken kommen. An einem Supermarkt fülle mal wieder die Getränke auf und stelle fest, das ich den ganzen Vormittag noch nichts gegessen habe. Also noch eine Backware und einen halben Liter Kakao hinterher.

Ich stelle fest, das ich ein paar Kilometer abkürzen kann. Es liegt lediglich eine Steigung dazwischen. Ich zerfließe fast vor Wärme. Also kurz stoppen, Winterjacke ganz weit auf und tief Luft holen. Kleinen Gang rein und gemütlich hoch fahren. Auf der Abfahrt merke ich, wie ich hinten kaum noch Bremswirkung habe. Da habe ich in den letzten paar Tagen mächtig Gummi gelassen. Soll ich das für die letzten Kilometer noch ändern? Nöö, hinten bremsen wird über bewertet und da kommt sicherlich nix mehr großes. Dachte ich. Ich freute mich über kleine Radwegschilder, die mich zum Bliestal führten. Nur über die -17% freute ich mich mit meiner Bremse nicht mehr. Verzögerung war eher wenig da. Ich war froh, als ich mich irgendwie VOR der Straßenkreuzung zum stoppen bekam.

Endlich war ich unten. Meine Kotzgrenze war schlichtweg erreicht. Ich musste gut schlucken. Das ist bezahlt und bleibt drin!


Endlich wieder flach UND: kein Gegenwind mehr. Sondern eher von der Seite.

In Reinheim gab es auf der Bliesbrücke noch den Nepomuk.




Was für mich mehr oder weniger die Rettung war: Ab Reinheim gab es eine Bahntrasse zum radeln. Leichter Rückenwind, guter Teer.


So konnte ich dann die letzten Kilometer auch noch umbringen. Ich war einfach fertig, als ich in Blieskastel ankam. Mir war nur noch nach essen, trinken, duschen, nix tun. Beim ersten Hotel angehalten und was war? Natürlich geschlossen. Eine Telefonnummer? Einfach mal versucht. Es war sofort wer dran und er sagte zu, in 10min da zu sein. Was auch stimmte. Mein erster Kommentar bei der Anmeldung: Was ist das hier schön warm drin. Der Hotelier meinte, er hätte nicht mehr damit gerechnet, dass dieses Jahr noch Radfahrer kommen würden :D

Nach dem Duschen gab es dann den obligatorischen Spaziergang. Jetzt weiß ich auch, warum das Saarland Pleite ist. Wenn schon das einfach Weizenbrot 130€ kostet...


Seitengasse:


Den Abend ließ ich einem sehr feudalen Essen ausklingen. Nein! KEIN Schniposa! Sondern Filet, Gnocchi, Gemüse und hinterher noch ein Eisbecher. Bzw. es war eher ein Likörbecher mit ein wenig Eis dabei. Das hat gereicht, das ich gut einen sitzen hatte. :o)


21.10.2009
Blieskastel – Bahnhof – Zugfahrt – Bahnhof – Elsdorf

Morgens mache ich vor dem Frühstück noch einen kleinen Spaziergang. Ein Mann hat auch mein Tempo und er fängt einfach mal an, Witze zu erzählen. Ich habe zwar nur die Hälfte verstanden, weil er im Dialekt sprach, aber lustig fand ich das schon. So kann ein Tag anfangen!

Es ging mit der Bummelbahn nach Saarbrücken, von dort weiter mit der Bummelbahn entlang der Saar nach Trier, von dort mit der Bummelbahn quer durch die Eifel nach Köln und dann da auch weiter mit der Bummelbahn. 6:06h Bummelbahnfahren ist auch hart. Und langweilig.




Fazit:
45 Etappen
10 Länder
~4350km
Schön war es gewesen, wenn auch nun ganz Schluss für mich sehr hart. Das nächste Radprojekt wird wieder was übersichtlicheres!


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