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Kathrins Notizen

hier kommen in loser Folge meine Erlebnisse bei den verschiedenen Radtouren rein sowie andere, schöne Bilder. Die veröffentlichen Bilder stammen alle von mir. Sind entweder aktuelle Bilder oder Bilder aus meinem Archiv.

Es kann mit den Aktualisierungen mal ein paar Tage dauern, bis ein neuer Eintrag da ist, am besten ihr nutzt die automatische Benachrichtigung. Ich würde mich freuen, wenn du regelmäßig vorbei schauen würdest.

Rund um Deutschland
Landgraaf - Wassenberg
Wassenberg - Norden (Ostfriesland)
Norden (Ostfriesland) - Rostock
Rostock - Dresden
Pirna - Schöneck
Schöneck - Regensburg
Regensburg - Traunstein
Traunstein - Lindau
Lindau - Basel
Basel - Zweibrücken
Elsdorf - Blieskastel

sonstige Touren 2009:
Gerolsteintour


Reiseberichte aus den Jahren 2006 bis 2008: Hier klicken!

Der Weg zum Gästebuch ist nicht weit!

Gruß,

Kathrin


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Eine kleine Bilderauswahl, Auswahl erfolgt nach dem Zufallsprinzip:


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Verfasst am 12.08.2009 20:04:00 Uhr

Rund um Deutschland, Teil 4

9.7.2009
Düren/Elsdorf

Die ganzen Behördengänge sind erledigt, ich bin auch total erledigt, ich komme mir vor wie ein psychisches Wrack. Noch ein paar weitere Dinge erledigen.Und was dann? Wenn man schon in Düren ist, kann man ja direkt zum Bahnhof, jetzt kann ich endlich mir das Zugticket kaufen. Kaum bin ich an der Reihe und äußere meinen Wunsch „Königstein“ werde ich gefragt, welches Königstein. Na, das halt hinten bei Dresden! Da sehr viele zur Auswahl stehen, wird mal eben spontan Heidenau angegeben. Da ist wenigstens keine Auswahl. Ja, morgen um 9:46 könnte ich eine Verbindung bekommen. Uuups, das ist aber arg früh, gibt es nix am Samstag? Ich habe doch noch gar nicht gepackt! Das nächste wäre am Montag, so lang wollte ich aber nicht warten. Also den Freitagszug nehmen und ab nach Hause packen. Ein hoch auf fertige Packlisten, ich glaube, sonst hätte ich dieses Mal sonst die Hälfte vergessen. Es wird erst einmal alles auf einen Haufen geworfen.



Ob das alles so passt, wie ich mir das vorstelle?

Ja!



Irgendwie passte das sonst die Jahre doch ohne 2. Rolle? Egal, das kann immer noch umpacken.

Ich reserviere vorab noch ein Bett in der Jugendherberge in Pirna, somit muss ich abends nicht noch einen Schlafplatz suchen.


10.7.2009
Elsdorf – Pirna
Morgens um 9 Uhr ging es auf dem Rad los in Richtung Bahnhof. 6Km gemütliches Rollen. Nur was macht der Regen bitte?? Das fängt ja gut an...

Die Zugfahrt war schrecklich langweilig. Mit ging es immer schlechter, aber was soll es, mich erwarten 4 Wochen Urlaub, was ich wohl alles erleben werde? Ich bin gespannt. Irgendwann, nach gefühlten 1000mal umsteigen, erreiche ich Leipzig. Wie beim letzten Mal habe ich nicht wirklich viel Zeit, um mich dort umzuschauen. Ich stelle nur fest, dass die Züge dort wohl nicht sonderlich modern sind, wenn man dort noch mit Dampfloks fährt.



Die Bummelbahn, womit ich nach Dresden fuhr, war dann doch ein wenig moderner. In Dresden ging es dann in die S-Bahn und in Heidenau habe ich doch glatt vergessen, auszusteigen ( ;) ) und so bin ich bis nach Pirna durch gefahren.

Nach viermal Fragen hatte ich die Jugendherberge gefunden. Nach 12h Fahrt war ich endlich da. Ganz zum Abschluss des Tages ramme ich mir noch die Pedale in den Knöchel. Aua! Die Jugendherberge ist recht einfach, aber sauber. Das Wetter weiß nicht so recht, was werden will. Ich bin gespannt, wie es ab morgen wird.


11.7.2009
Pirna – Altenberg
53,4km, 3:24h 661HM↑

Hach, ich liebe es flach zu radeln. Ich wusste, das bleibt nicht lange so. Es geht noch einmal über die Elbe und danach geht es in die Berge.



Ich bin anfangs ein wenig zu warm angezogen. Aber je höher ich komme, desto froher bin ich darum. Deswegen wird gerade mal die Weste aufgemacht. Mich überholen freundliche und unfreundliche Radfahrer. Die freundlichen sind in deutlicher Überzahl. Viel los ist auf der Bundesstraße nicht wirklich.



Ich komme durch den Ort Weesenstein. Woher kenne ich bloß den Namen und dieses Bauwerk?



Stimmt! Die schwere Überschwemmung des Ortes, das war es gewesen.

Glashütte ist bekannt für die Luxusuhren und besteht aus dem Werk und ein paar Häusern. Hier ist soviel los, das sogar Rotwild mitten im Ort auf dem Grünstreifen rum steht und einen mit großen Augen anschaut.

Bis jetzt ging es sehr human Berghoch. So gemütlich ging es bis nach Geising. In Geising ging es dann mit der Steigung so richtig los. Den Puls unten lassen, runter schalten, locker hoch kurbeln. Den Gegenwind verfluchen. Schon war ich oben und konnte ich gigantische Ausblicke genießen.

.

Bald war Altenberg erreicht. Die Jugendherberge suchen, Halbpension buchen, duschen und dem Regen draußen zu gucken. Hoffentlich wird das Wetter morgen gut.


12.7.2009 Altenberg – Bärenstein
95,3km, 6:30h, 1173HM↑

Ich merke, das ich langsam zur Ruhe komme. Der Morgen beginnt schon mal sehr gut. In der Jugendherberge ist auch die Nachwuchsmannschaft vom Olympiakader der russischen Nationalmannschaft. Denen standen die Achselshirts sehr gut :D

Den Worte vom Herbergsvater: „ach,das geht gleich von hier nur noch mal kurz hoch und dann ist es recht flach“ wollte ich nicht so recht glauben. Es stimmt mich eher nachdenklich. So kurbel ich ganz gemütlich die Steigung hoch, schaue mir das Schild an, welchem ich die nächsten Tage folgen werde. Das sieht hier alles nach ganz viel Wintersport aus.



Ich freue mich, dass das Berge hoch fahren ganz gut klappt. Auch das runter fahren ist klappt gut, ich bin nur wegen der Slicks ein wenig vorsichtig.

Eindrücke von der Kammtour:







Die Strecke ist gut zu finden und so ist es ein Genuss da her zu fahren. Bis zur Talsperre Rauschenbach folge ich der Kammtour. Dann verlasse ich die Route und folge der Straße, Höhenmetervermeidungstaktik. Die Strecke führt mich über Neuhausen, Olbernhau, Reitzenhain nach Jöhstadt.

Dadurch, das ich der Straße folge, spare ich sehr viele Höhenmeter und einige Kilometer. Auch die Tanke kam mir ganz recht.

Streckeneindruck:


In Steinbach dachte ich, gleich werde ich von der Straße gespült, denn diese Wolke war genau in meiner Fahrrichtung.



Hinter Schmalzgrube kommen ein paar Tropfen runter, also unter die Bushaltestelle und abwarten, was kommt. Mehr als die paar Tropfen gab es nicht. Weiter geht es. Der Radweg ging parallel der Schmalspurbahn. Am der Bahn ging es wieder auf die Straße und dort ganz übel Berg hoch. Ist ja nicht so schlimm, du bist ja gleich an der Jugendherberge.

Nur war die Jugendherberge nicht in Jöhstadt, sondern eher in Grünbach. Leider konnte ich dort keinen Verantwortlichen finden oder telefonisch erreichen. Ich will nicht auf gut Glück warten, da sehr viel dort los war und die Juhe womöglich ausgebucht ist. Ich mache dort den Fehler und fülle meine Flaschen dort nicht auf. Ich wollte ja nur in den nächsten Ort ins Hotel/Pension fahren, das sind 2km, da muss man keine vollen Flaschen haben.

Jöhstadt sieht auf der Karte ja doch recht groß aus, da wird es sicherlich was geben... Dummerweise war das einzig zu findende Hotel wegen Ferien geschlossen. Hää? Wir haben doch gerade Ferienzeit??

Neben einem dummen Gesicht überlegte ich, was machste nun? Fahre ich am besten mal wieder in Richtung Oberwiesenthal. Das ist zwar mächtig weit weg (>30km), aber was bleibt einem anders übrig? Der Durst ist übel. Ich würge trocken ein Gel runter, es geht nun viel hoch und runter. Es sind sehr schöne Abfahrten dabei.

In Bärenstein ist das erste, was ich sehe ein Dönerladen. 1L Fanta verschwindet in kurzer Zeit in mir. Ich will nur noch ein Bett haben. Die Bäckerei, die kurz nach dem Dönerladen kam, hatte noch offen und dort gab es noch einen großen Mürbeteigkeks, Hungerast abgewehrt. Ich sehe mich schon bis nach Oberwiesenthal fahren, wieso gibt es hier nichts? In Niederschlag sehe ich auf einmal ein Hinweisschild auf eine Pension. Meine „Rettung“. Bei der Planung für den morgigen Tag stelle ich fest, das ich sehr viele Karten brauchen werde. Also alles raus suchen und griffbereit in die Lenkertasche packen.


13.7.2009 Bärenstein – Schöneck
75,2km, 5:45h, 951HM↑

Das gute Bett in der Pension tat gut. So schlief es sich noch mal besser. Erstaunlicher Weise sind meine Radsachen über Nacht nicht geworden. Am Körper wird so etwas schnell trocken. Das Gefühl beim Anziehen: uuuäääh! Egal, gleich wird es eh nass geschwitzt.

Es geht sofort mit einer kräftigen Steigung los. Gut 300HM auf 10km, das zum warm fahren. Am Ortsausgang von Oberwiesenthal begebe ich mich wieder auf die Kammtour. Autsch, die alte Poststraße hat es in sich. Da! Eine Quelle. Ein Schluck Quellwasser erfrischt.



Bei einem Steilstück rutscht mir der Reifen hinten durch, also mal 100m schieben. Nicht verkehrt. Da wo Zuschauer sind, wird natürlich gefahren. Dafür werde ich angefeuert. Es macht da noch mehr Spaß. Bald bin ich oben, einmal kurz Luft holen. 1000m Höhe



Als es hoch zur Grenze (Bozi Dar) ging musste ich wieder mal ein paar Meter schieben. Zu steil. Die Grenze ist auf 1055m Höhe. Die Aussicht da oben ist gigantisch.

In Bozi Dar an der Tanke wurden noch einmal die schnell die Getränke nachgefüllt und ab auf ein Hochplateau.





Das, was ich Anfangs alles ausgezogen hatte, zog ich nun freiwillig wieder an. Es war doch recht frisch da oben.

Die Namen sind für mich recht ungewöhnlich. So habe ich zum teil Buchstabe für Buchstabe die einzelnen Orte auf der Karte gesucht. Die kleineren gelben Schilder im Hintergrund sind übrings die Hinweise für die Radfahrer!



Mit den Abzweigungen hatte ich da oben nicht so, so bin ich dann im Tal vom Schwarzwasser gelandet. Wow, ein Brüller.







Zu schnell war die Einsamkeit vorbei und ich war in Johanngeorgenstadt. Auf der tschechischen Seite war Billigstmarkt angesagt, auf der deutschen Seite war nichts los.

Leider hatte ich nicht die passende Ortsausfahrt gefunden und so habe ich mich einfach irgendwie über diverse Waldwege zu meinem Waldweg durchgeschlagen.

Merke: Wenn über den Waldweg so ein Flatterband gespannt ist



und auch noch Schilder dastehen mit den Warnhinweisen „Arbeiten im Wald“ sollte man nicht diese ignorieren [frei nach dem Motto: ich bin nicht im Wald, sondern auf Wegen]. Dies könnte zu Arbeitsunterbrechungen der Waldarbeiten, umschieben von großn Rückemaschinen und leicht bösen und manchmal auch verwunderten Blicken der Arbeiter führen. Aber was will man machen, wenn man sich verfahren hat und da her muss? Wieso haben die das nicht frühzeitig bekannt gegeben und eine Umleitung eingerichtet? :Angel:

Irgendwann erreiche ich wieder die Kammloipe, jetzt kann es ja nicht mehr so steil werden. Hoffe ich. Nach 44km hatte ich bereits >700HM auf dem Tacho stehen, kein Wunder, das ich schon so ko war. Der Weg war nun einfach zu finden. Immer der Loipenbeschilderung nach. Meinen fetten Respekt, wer das mit Langlaufskiern fährt! Denn flach ist was anderes. Im „Wellblech“ ging es auf gut 950m Höhe daher. Mal ein wenig weiter weg von der Grenze, mal genau auf der Grenze. Auf einem freien Stück Wald, bzw. dem ehemaligen Wald [die Bäume waren umgeknickt], waren in die Baumstümpfe Figuren rein gesägt. Sehr schön anzuschauen. Auf diesem Grenzweg war auch einmal sehr lustig ein Tschechien Schild zu sehen. Es stand mitten Wald, weit und breit kein Weg, der da her führen würde. Somit war neben den Grenzpfosten auch klar, welches Land das war :D

Mühlleiten sah auf der Karte so groß aus, in Wirklichkeit waren da nur ein paar Hütten, ein großer Parkplatz und ein Passhöhenschild von 860m Höhe. Am Kiosk gab es ein Eis und eine Cola, bevor ich mich auf die letzten Kilometer mache.

Laut Höhenprofil müsste es dann nur noch Bergab gehen. Immer entlang vom Flößgraben. Ob der noch genutzt wird?



An der Straßenquerung war die Karte zum ersten mal leider sehr ungenau oder der Wald hat mich an der falschen Stelle ausgespuckt. Keinerlei Schilder mehr, die Karte zeigte mir was anderes an. Was nun? Ich unterhalte mich einfach mal länger mit einem älteren Ehepaar, welche ihre Räder wieder in den Wagen packten. Sie bestätigten mir meine Vermutung, wo ich hin muss und schickten mich mit einer Wegerklärung weiter in Richtung Schöneck.

Nach einer kurzen Steigung fühle ich mich nicht mehr wirklich gut. Die Beschilderung hat mich wieder in Stich gelassen. Also vertraue ich meinem Gefühl und lande schnell in Schöneck.

Die Suche nach der Jugendherberge war wie immer. Die muss doch hier irgendwo sein? Erst mal verfahre ich mich ein wenig im Ferienpark, sehe dann aber die Fahnen der Jugendherberge. Zum Glück muss ich nicht Berghoch. Was auch schlecht gegangen wäre, denn ich war ja schon oben auf dem Berg. Leider war kein warmes Abendessen möglich, das bedeutete, das ich noch mal runter in den Ort musste.

Nach dem Abendspaziergang und Abendessen gab es das übliche abendliche Tagebuchschreiben und weitere Routenplanung. Ab jetzt sollte es nicht mehr so heftig sein.



Ich freue mich auf den morgigen Ruhetag.


14.7.2009 Schöneck

Ein wenig Wäsche waschen, spazieren gehen, lesen, essen, schlafen. So kann man auch mal einen Tag verbringen...



Fortsetzung folgt!





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